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WorkSpace Canada

Mensch, Arbeit und Arbeitsraum im 21. Jahrhundert

"WorkSpace Canada" ist gleichermaßen visuelle Studie und künstlerische Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt des 21. Jahrhundert. Das Projekt beschreibt berufliche Lebensentwürfe, indem es die Menschen und die sie prägenden Arbeitsumfelder fotografisch portraitiert. Bis zum Herbst 2016 soll die Dokumentation in Kanada vollendet sein und anläßlich des 150jährigen Bestehens des Landes in 2017 präsentiert werden.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, die prägende Beziehung zwischen Mensch und Arbeit, Mensch und Arbeitsraum zu thematisieren. Einen wichtigen Anstoß für das Projekt gab die politische Theoretikerin Hannah Arendt. In ihrem Buch "Vita activa oder Vom tätigen Leben" (1960) beschreibt sie Kategorien des menschlichen Tätigseins - Arbeiten, Herstellen und Handeln. Sie hinterfragt, welches Potential diese Formen des Tätigsein haben, um zu einem erfüllten Leben zu führen. Bezogen auf unsere heutige Arbeitswelt heißt das: Wir entscheiden mit der Berufswahl, wie und womit wir einen großen Teil der uns gegebenen Lebenszeit verbringen werden. Mit dem Projekt "WorkSpace" möchte der Fotograf einen Beitrag zur gesellschaftlichen Debatte um das Thema "Arbeit" leisten.

Das Projekt begann unter dem Titel "WorkSpace" im Jahr 2006 als Auftragsarbeit für das Goethe Institut Toronto. Seitdem wurde es mit jährlichen Produktionsreisen kontinuierlich fortgesetzt. Die aktuelle Kollektion beinhaltet ca. 2.000 Fotografien aus den kanadischen Provinzen Neufundland / Labrador, Prince Edward Island, Ontario, Québec, Manitoba, Saskatchewan, Alberta und British Columbia. "WorkSpace Canada" wird unterstützt von der Ryerson University Toronto, dem Goethe Institut Toronto, Library and Archives Canada sowie dem John-F-Kennedy Institut für Nordamerikastudien Berlin.

Präsentation mit (englischem) Text auf Vimeo